Dezember 2024

Schreiben der Schulleitung zum Jahreswechsel

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler am Edith-Stein-Gymnasium Bretten,

Schule wird nicht langweilig, weder zur Schule gehen, noch unter-richten, noch"Schule machen". In dem zurückliegenden Jahr trifft diese Feststellung vermutlich auf ganz besondere Weise zu. Ich bin mir sicher, dass sowohl unsere Schüler:innen als auch die ESG-Lehrkräfte dies bestätigen werden. Die Schulleitungsrunde jedenfalls weiß ein Lied davon zu singen...

Ihre Kinder haben bzw. ihr selbst habt viel Zeit in der Schule ver-bracht, viele Freundschaften geschlossen, eventuell auch gestritten und innere Krisen durchlebt, aber vor allem sind sie bzw. seid ihr gewachsen, herangewachsen. Es gab am ESG auf einem ganz breiten Feld in den unterschiedlichsten "Disziplinen" Vieles zu entdecken, zu lernen und auch zu erleben, was – so hoffen wir – der persönlichen Entwicklung positiven Schwung verliehen und zu Größe verholfen hat. 

Unseren Lehrkräften möchte ich an dieser Stelle von Herzen meinen Dank für die in diesem Jahr geleistete Arbeit aussprechen: für den professionellen Unterricht, die kompetente Abnahme der zahlreichen Prüfungen, für die zahlreichen Exkursionen, Ausflüge und Klassen-fahrten, ganz besonders aber auch für die engagierte pädagogische Arbeit, die so wichtig und wertvoll ist.

Schule ist aber nicht nur Unterricht. Am Ende vom Jahr 2024 dürfen wir wieder zurück auf eine große Anzahl gelungener gemeinsamer Aktivitäten blicken: auf mitreißende Konzerte, auf gekonnte Theater-aufführungen, auf das fröhliche Sommerfest und auf ein tolles vorweihnachtliches Adventscafé beispielsweise. All dies war ganz und gar nicht "langweilig" – wir haben die Veranstaltungen in vollen Zügen genossen!

Dass "Schule machen" in diesen Tagen nicht langweilig ist, wird sich jeder ohne Weiteres vorstellen können, der die Nachrichten zur Um-setzung von G9 an den Gymnasien verfolgt und oder auch einen kleinen Einblick in die laufenden Planungsarbeiten an den Schulen hat. Das ESG wird sich in diesem Prozess treu bleiben, gut durch- dachte Entscheidungen treffen und es wird alles daran setzen, ein inhaltlich starkes G9 mit einem offenen Ganztag anbieten zu können, ein G9, das auf Bretten und Umland zugeschnitten ist. – Wir leben in spannenden Zeiten!

Abschließend möchte ich im Namen des gesamten Lehrerkollegiums allen ESG-Familien sehr herzlich danken: Vielen Dank für die konstruktive, von Vertrauen getragene Zusammenarbeit im aus- klingenden Jahr und ebenso für das spürbare Bestreben, gemeinsam tragende Lösungen für die Schüler:innen zu finden, gerade auch wenn der Weg einmal steinig wird. Vielen Dank Ihnen und euch zudem für den großartigen Einsatz bei unseren Schulveranstaltungen, die ohne die Mitwirkung der Familien nicht denkbar wären.

Nun bleibt mir, Ihnen und euch eine wunderbare Weihnachtszeit und einen guten Start in das Jahr 2025 zu wünschen. Laden Sie Ihre, ladet eure Akkus auf und genießen Sie, genießt die Tage zwischen den Jahren im Kreise der Liebsten. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Januar 2025!

Herzliche Grüße

Daniel Krüger
Schulleiter

Volleyball: ESG-Mädels auf Erfolgskurs

Jugend trainiert für Olympia

Die Volleyballerinnen des Edith-Stein-Gymnasiums Bretten haben beim Turnier von Jugend trainiert für Olympia in der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 2008–2010) starke Leistungen gezeigt. Die erste Mannschaft des ESG dominierte das Turnier in Östringen und entschied alle Spiele für sich. Das Team um Charlotte Schumacher, Ekin Özcan, Janina Knodel, Kathrin Wilhelm und Nina Egelhaaf sicherte sich damit den wohlverdienten ersten Platz. Auch die zweite Mannschaft des ESG, bestehend aus Emma Frank, Emma Schlegel, Pauline Bär, Raquel Carrero und Julia Hase, schlug sich tapfer. Nach einem schwierigen Start fanden sie immer besser ins Spiel und erreichten am Ende einen respektablen vierten Platz. Das Edith-Stein-Gymnasium ist stolz auf beide Teams und gratuliert allen Spielerinnen zu ihrer tollen Leistung!

Ekin Özcan

Auf Besuch bei den „Angry Girls“ oder „Der stecken gebliebene Aufzug…“

Am Donnerstag, dem 12.12.2024, besuchten wir, das Kunstprofil der 10. Klasse, gemeinsam mit Frau Böll und Herrn König das Frieder-Burda-Museum in Baden-Baden. Die Exkursion bestand aus zwei Teilen: einer Führung durch die aktuelle Ausstellung des japanischen Künstlers Yoshitomo Nara sowie einem Workshop, in dem wir uns selbst an den berühmten „Angry-“ bzw. „Nara-Girls“ des Künstlers ausprobieren durften.

Der Ausflug begann um 7:30 Uhr an der Bahnhaltestelle Bretten Schulzentrum, von wo aus wir nach Baden-Baden fuhren. Nach unserer Ankunft erhielten wir etwa eine halbe Stunde Zeit, die Stadt selbstständig zu erkunden und den Weg zum Frieder-Burda-Museum zu finden.

Am Museum wurden wir gegen 10:00 Uhr herzlich von der Kunstvermittlerin begrüßt, die sowohl die Führung als auch den anschließenden Workshop leitete. Die Führung durch die von Yoshitomo Nara selbst gestaltete Ausstellung begann allerdings mit einem unerwarteten Zwischenfall: Auf der Fahrt mit dem Aufzug blieben wir stecken. Dank der improvisierten Rettung mit einer Leiter konnten wir uns schließlich aus dem Aufzug befreien und die Führung fortsetzen.

Zu Beginn erhielten wir Einblicke in Naras einsame Kindheit in Japan und seine künstlerische Entwicklung. Begleitet wurde die Ausstellung von Musik. Die Playlist stellte der Künstler selbst zusammen. Diese Musik spielte eine wichtige Rolle in seiner Jugend: Obwohl Nara die englischen Texte nicht verstand, halfen ihm die Melodien, seine Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten.

Die Führung gestaltete sich interaktiv. Gemeinsam als Gruppe beschrieben und interpretierten wir die Werke. Anfangs waren Naras Gemälde detaillierter, oft mit komplexen Hintergründen. Diese frühen Werke, bekannt als „Angry-Girls“, zeigen Kinder mit expressiv-wütenden Gesichtsausdrücken im Kawaii-Stil. Ihre Emotionen werden dabei vor allem durch die langgezogenen, scharf gezeichneten Augen sichtbar.

Im weiteren Verlauf der Ausstellung wurde deutlich, wie Naras Fokus sich veränderte: Mit der Zeit traten die Gefühle immer mehr in den Vordergrund. Die Hintergründe wurden reduzierter und einfarbiger. Häufig verwendete er Mullbinden als Symbol für seelischen Schmerz. Die Wunden sind von außen unerkennbar. 

Das tragische Erdbeben in Japan im Jahre 2011 veränderten sich seine Werke. Aus den „Angry-Girls“ entstanden die sogenannten „Nara-Girls“. Diese Figuren wirken nicht mehr wütend, sondern besessen von tiefster Trauer. Die Hintergründe bleiben minimalistisch, enthalten jedoch gelegentlich kleine Farbflecken, die Hoffnung symbolisieren sollen.

Im Anschluss zur Ausstellung liefen wir zu einem externen Gebäude, in dem der Workshop stattfand. Unsere Aufgabe bestand darin, eigene „Angry-“ oder „Nara-Girls“ zu entwerfen. Zunächst skizzierten wir die Figuren mit Bleistift, um sie anschließend mit schwarzer Ölkreide zu umranden und farbig zu gestalten. Für die Umsetzung hatten wir etwa eine Stunde Zeit.

Gegen 13:00 Uhr traten wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Rückfahrt an, und die Exkursion endete schließlich in Karlsruhe.

Lara Veit 10c

„Die Verbrennung“ Ein Kunst-Happening der 7b

Am 4. November haben die Mitglieder der Klasse 7b mit ihrer Kunstlehrerin Frau Reich am Edith -Stein-Gymnasium Bretten ein Projekt gestartet, bei dem sie ihre vorher gemeinsam gestalteten Kunstwerke verbrannt haben. Das geschah im Hof der benachbarten Feuerwehr.

Sie hatten sich unter anderem von dem berühmten „Cremation Project“ von John Baldessari inspirieren lassen, der 1971 alle seine Kunstwerke aus den Jahren 1953-66 verbrannte, Kekse aus der Asche backte und damit erstmals im berühmten New York's Museum of Modern Art (MoMA) ausstellte.

Das Happening der 7b fing damit an, dass sich die Klasse in Zweierreihen aufstellte und in Begleitung von dem Schulleiter Herrn Krüger und dem Brandschutzbeauftragten Herrn Venschott von der Schule zur Feuerwehr lief. Vorneweg wurden feierlich die beiden Papierrollen mit den großformatigen Zeichnungen getragen.

Dort angekommen warteten zwei Feuerwehrleute, die bereits ein Feuer angezündet hatten. Das war eigentlich nicht so geplant. Abgesprochen war eine große Feuertonne, die wir selbst während des Happenings anzünden wollten. Noël hatte extra viel Reisig mitgebracht. Niemand ließ sich die große Enttäuschung anmerken. Aber wir haben darüber vergessen, wie wir starten wollten und es war einen kurzen Moment etwas unorganisiert. Die Fotografin fotografierte nicht und unsere „Regisseure“ Hanna, Chiara und Matteo wussten selbst erstmal nicht, wo wir jetzt am besten weitermachen. Am Ende standen wir aber wie abgesprochen auf der Seite von zwei langen Papierbahnen und knüllten diese langsam zu einem Strang zusammen.

An die Enden der beiden Stränge stellten sich dann je eine Mädchen- und eine Jungengruppe. Das Tauziehen begann. Schneller als erwartet rissen die Stücke, und jedes Stück wurde wieder von 2 Gruppen zerrissen; bis schließlich alle mindestens 1 Stück Papier in der Hand hielten.

Nun formte die Klasse einen Kreis um das (leider mickrige) Feuer. Reihum warf jeder sein Stück Papier in die Flammen. Das dauerte ziemlich lange, denn das kleine Feuer durfte nicht erstickt werden. Zwischendrin waren kurz mal alle ganz still und es war fast ein bisschen so feierlich, wie es sein sollte.

Zum Abschluss fing dann ein Tanz um das Feuer an, bei dem wir im Kreis um das Feuer sprangen und dabei im Chor riefen: „Gestern malt’ ich, heut’ verbrenn ich, morgen back ich Kekse draus.“ Leider haben nicht alle mitgemacht, weil sie fanden, dass die Abstimmung eigentlich dagegen ausgegangen ist; und so hörten nach und nach immer mehr auf, dabei zu sein.

Für unsere Gäste sah dieses Happening sicher manchmal etwas „planlos“ aus. Aber niemand sagte etwas und die Klasse improvisierte und so wurde es doch noch ein Erfolg. Als die Papierballen im Feuer verbrannt waren, machten wir uns wieder auf den Weg zurück zur Schule. Zurück im Klassenzimmer tauschte man sich aus und kam zu dem Schluss, dass, auch wenn nicht alles glatt lief wie von Hanna, Chiara und Matteo ausgedacht, es trotzdem ein einmaliges Erlebnis war. Und wir freuen uns schon jetzt auf unsere Kunstkekse.

Nachtrag:

Die Kunstkekse können nun leider auch nicht gebacken werden. Unsere Lehrerin war zu spät bei der Feuerwehr, um die Asche zu holen. Die Asche darf bei der Feuerwehr nicht im Haus gelagert werden. Deswegen wurde sie nass und dann haben die Feuerwehrleute sie weggeschmissen. Noch eine Enttäuschung. Aber wir haben ja gelernt: Ein Happening ist eine Form der Aktionskunst, bei der das Publikum und die Öffentlichkeit beteiligt sind und die Abläufe verändern können. Dieser Teil unseres Happenings ist auf jeden Fall sehr gut gelungen.

Bericht: Lennart Heer / B. Reich

Fotos: Loja Bauersfeld

Happening-Konzept: Chiara Supper, Hannah Habel, Matteo Dell’Atti mit Klasse 7b

Hört der Engel helle Lieder - Adventskonzert des ESG in der Stiftskirche

Am Donnerstagabend vor dem 2. Advent zauberten verschiedene Ensembles des ESG in der Stiftskirche bei einem kleinen Konzert eine ganz besondere Weihnachtsstimmung. Das Besondere war die Vielseitigkeit des Programms, mal ruhig, mal fetzig, mal klassisch, mal gab es auch Pop-Musik.

Die Klassen 5a und 5c eröffneten den Abend mit dem Kanon "Mache dich auf, werde Licht", dem Lied "Hört der Engel helle Lieder" und dem Gospel "This light is mine". Besonders schön war, dass die Kinder ganz allmählich nach vorne schritten und die Kirche mit Licht erfüllten. Unter der Leitung von Monika Carl-Hoffmann zeigten die jungen Schülerinnen und Schüler, dass sie in der kurzen Zeit, die sie erst am ESG sind, musikalisch zusammengewachsen sind.

Musiklehrerin Julia Heil leitete das Mittelstufen-Ensemble, das mit einem Menuett von Joseph Haydn, dem Marsch aus dem "Occasional"-Oratorium von Georg Friedrich Händel und dem Prélude aus dem "Te Deum" von Marc-Antoine Charpentier das Publikum erfreute.

Sophia Schnauffer, Sophia Stindl und Raquel Carrero sowie Maya Volke, Emma Lingenfelser, Nele Waldvogel. Viola Roth, Verena Fischer und Julian Bräuning begeisterten durch ihr Zusammenspiel die Zuhörerinnen und Zuhörer. 

Zum Mitsingen lud dann die Klasse 6a ein, nachdem sie schwungvoll zwei Lieder präsentiert hatte, nämlich "Frosty, the snowman" und "Lieb`Nachtigall, wach auf". Mit dem Publikum zusammen wurde "Lasst uns froh und munter sein" gesungen.

Den ersten Satz aus dem Konzert für Klavier und Violine von Oskar Rieding spielten dann Julia Heil (Klavier) und Maya Stürner (Violine). Dieses Stück war eine schöne Darbietung, die die weihnachtliche Atmosphäre bereicherte.

Unter der Leitung von Ophelia Klumpp hatte die Klasse 6d auch Lieder einstudiert: das volkstümliche "Jimba, Jimba", "Das Wetter" von Rolf Zuckowski, "Amazing Grace" von John Neweton und "Santa Claus is coming to town" von J. Fred Coots und Haven Gillespie. Auch damit konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer erfreut werden, denn die Kinder zeigten ihr großes musikalisches Engagement. 

Noch einmal wurde es richtig klassisch, denn das Oberstufen-Ensemble spielte die "Jupiter-Hymne" aus der Planeten-Suite von Gustav Holst und den Kanon in D von Johann Pachelbel. Der schönen Stimmung, die Emila Görtz, Maya Stürner, Julia Heil, Ophelia Klumpp, Friederike Reuß, Julian Wagenknecht, Noah Schwarz, Julius Bauer, Karl Reuß und Verena Fischer damit erzeugten, konnte sich niemand entziehen. Diese Musikstücke erzeugten eine richtig schön feierliche Atmosphäre.

Eine Art Kontrapunkt bildete dann der Pop-Chor unter Daniela Wolff, der fetzig und mitreißend vier Gesangsnummern präsentierte ("A million dreams" aus "The greatest Showman" von Benj Pasek und Justin Paul, "Winter wonderland" von Felix Bernard und die beiden Gospel "Let my light shine bright" und "Singin on Christmas morn`").

Bevor das schöne, mal schwungvolle, mal ruhige Adventskonzert mit "O du fröhliche", gesungen von allen Anwesenden, ausklang, spielte noch das Adventsorchester unter der Leitung von Julia Heil Weihnachtslieder wie beispielsweise "Vom Himmel hoch" und "Es ist ein Ros entsprungen"".

Religionslehrer Thomas Fabienke las eine weihnachtliche Geschichte vor, die zum Nachdenken anregte. 

Das ESG konnte zeigen, wieviele verschiedene Ensembles in allen Altersgruppen Freude am gemeinsamen Musizieren haben. Die voll besetzte Stiftskirche dankte allen Mitwirkenden mit viel Applaus. Susanne Kunzmann, stellvertretende Schulleiterin, überreichte den Organisatorinnen mit Blumen, auch sie war sichtlich berührt von diesem schönen Adventskonzert.